Michal Jarmoluk auf PixabayJunge Patientinnen und Patienten werden zu selten in Behandlungsentscheidungen einbezogen
Kinder und Jugendliche in Deutschland haben zwar formal das Recht, an medizinischen Entscheidungen mitzuwirken, doch dieses wird bislang nicht ausreichend verwirklicht: Wie der Kindergesundheitsbericht 2025 der Stiftung Kindergesundheit zeigt, werden junge Patientinnen und Patienten im Gesundheitsalltag häufig nicht ausreichend beteiligt. Eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag der Stiftung belegt, dass Partizipation zwar gewünscht ist, aber in der Praxis teilweise scheitert – etwa an Zeitmangel, unklaren Prozessen oder fehlender Aufklärung. Die Stiftung fordert daher konsequente Maßnahmen, um die Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen zu stärken.

Die Umfrageergebnisse zeigen: Partizipation im Gesundheitswesen ist möglich – aber noch kein Standard. Die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen kennt den Grund ihres Arztbesuchs, wird über Untersuchungen und Behandlungen informiert und fühlt sich ernst genommen. Doch echte und umfassende Mitbestimmung ist noch nicht selbstverständlich: Rund 30 % der Befragten gaben an, bei ihrem letzten Arztbesuch nur „wenig“ oder „eher wenig“ mitentscheiden zu können. Besonders auffällig: Mehr als die Hälfte dieser Gruppe äußert den Wunsch nach mehr Mitspracherecht. Diese Zahlen unterstreichen, dass partizipative Ansätze zwar bereits existieren, aber nicht flächendeckend umgesetzt werden.

Durch Partizipation entwickeln Kinder und Jugendliche ein stärkeres Gefühl von Selbstwirksamkeit, lernen gesundheitsbezogene Entscheidungen zu verstehen und mitzutragen. So erwerben sie frühzeitig zentrale Gesundheitskompetenzen. Eine kindzentrierte Versorgung führt zu mehr Zufriedenheit und einer höheren Versorgungsqualität. „Partizipation ist weit mehr als ein formales Recht“, betont Prof. Dr. Berthold Koletzko, Kinder- und Jugendarzt sowie Vorstand der Stiftung Kindergesundheit. „Wenn Kinder und Jugendliche ernst genommen werden und mitentscheiden können, baut das Ängste ab, stärkt ihr Vertrauen in das medizinische Personal und verbessert die Adhärenz – mit spürbar positiven Auswirkungen auf den Behandlungserfolg.“

Mit der repräsentativen forsa-Umfrage liefert die Stiftung Kindergesundheit belastbare Daten zum tatsächlichen Stand der Mitbestimmung in der medizinischen Versorgung. Die Ergebnisse zeigen klar: Es besteht dringender Handlungsbedarf.

Die Stiftung Kindergesundheit ruft Politik, Gesundheitsberufe und Versorgungseinrichtungen dazu auf, ihre Strukturen, Abläufe und Kommunikationsformen zu überprüfen und Partizipation von Kindern und Jugendlichen in der Gesundheitsversorgung darin verbindlich zu verankern – damit Mitbestimmung gelebte Realität wird.
Quelle: Stiftung Kindergesundheit

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