Die CIV NRW News online
Die CIV NRW News ist die Verbandszeitschrift des Cochlea Implantat Verband NRW e.V. -
gemeinnütziger Selbshilfeverband in der DCIG e.V.

Sa Apr 06 @11:00 - 17:00
Lass´ sehen, was Du sagst!
Sa Apr 13 @10:00 - 17:00
Erlebnisreise Schwerhörigkeit
Sa Mai 04 @10:00 - 17:00
Mal Dich Frei - Workshop Malen

Dr.Tobias Moser - Foto: MPIbpc/Böttcher-GajewskiProf. Dr. Tobias Moser, Direktor des Instituts für Auditorische Neurowissenschaften, Sprecher des Sonderforschungsforschungsbereichs SFB 889 „Zelluläre Mechanismen Sensorischer Verarbeitung“ an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und Leibniz-Preisträger 2015, ist einer der Träger des Ernst Jung-Preises für Medizin 2017. Die Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung zeichnet Prof. Moser aus für seine bahn-brechenden Arbeiten zur Signalübertragung im Innenohr sowie für seine innovativen Therapie-Konzepte zur Behandlung von Schwerhörigkeit. Er habe bedeutende Vorarbeit für die weitere anwendungsbezogene Erforschung seines Fachgebiets geleistet, so die Begründung der Stiftung.

Abbildung: Das Protein Otoferlin in den Sinneszellen des Innenohrs (links, in grün) ...  Quelle: Strenzke et al., EMBO J 2016.Der menschlichen Schwerhörigkeit auf der Spur:
Göttinger Hörforscher im Sonderforschungsbereich 889 identifizieren Ursache menschlicher Schwerhörigkeit. Zwei Publikationen in der Fachzeitschrift „EMBO Journal“.

(umg) Etwa 360 Millionen Menschen leiden nach Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an Schwerhörigkeit. Noch ist zu wenig über die Funktion des Innenohrs bekannt, um eine Therapie zur Wiederherstellung des Hörvermögens zu entwickeln.

Die Ursachen für eine seltene erbliche menschliche Schwerhörigkeit haben jetzt Göttinger Hörforscher aufgedeckt. Menschen mit dieser ungewöhnlichen Hörstörung können zwar leise Töne fast genauso gut wahrnehmen wie Normalhörende, aber gesprochene Sprache kaum verstehen. Gleichbleibend laute Töne nehmen sie als leiser werdende Töne war. Das Hören ist „müde“.

Foto: Robert EmmerichEin Beispiel für andere Bundesländer?

Ein neuer Forschungs- und Praxisverbund ist am Start: „Inklusive Hochschule und barrierefreies Bayern“. Sechs Partner wirken daran mit; der Freistaat unterstützt sie mit einer halben Million Euro. Die Koordination liegt bei der Universität Würzburg.

Konzipiert wurde der neue Verbund von den Universitäten Würzburg und Bayreuth sowie der Technischen Hochschule Deggendorf und den Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Ansbach, Landshut und München.

Sein Ziel: Die durch Initiativen wie „Inklusive Hochschule“ oder „Bayern barrierefrei 2023“ angestoßenen Prozesse zusammenführen und wissenschaftlich begleiten. Dazu sollen die praxisorientierte Forschung ausgebaut, neue Lehrformen entwickelt, Netzwerke gebildet und Handlungsempfehlungen ausgesprochen werden.

Bildung und Gesundheit machen den Unterschied
In Deutschland engagieren sich Menschen aller Altersgruppen freiwillig oder ehrenamtlich. Die aktuellen Daten des Freiwilligensurvey 2014 zeigen, dass insgesamt 43,6 Prozent der Bevölkerung engagiert sind. Doch was Engagement begünstigt oder erschwert, kann sehr unterschiedlich sein. Eine besondere Rolle spielen die Bildung und die Gesundheit.

Engagement ist voraussetzungsvoll

Jade_logoOldenburg. Das Forschungsteam um Prof. Dr. Inga Holube und Prof. Dr. Jörg Bitzer von der Jade Hochschule sowie Dr. Markus Meis vom Hörzentrum Oldenburg erhält den Zuschlag für eine Ausschreibung der Hörgeräteindustrie (Hearing Industry Research Consortium). Mit ihrem Projektantrag setzte sich die Jade Hochschule gegen eine Vielzahl internationaler universitärer Forschungseinrichtungen durch.

Mit einem Volumen von 300.000 Dollar sollen im Laufe von zwei Jahren Messverfahren entwickelt und weiterentwickelt werden, mit denen die Kommunikation in Alltagsituationen und die damit verbundene Lebensqualität individuell erfasst werden können.

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)84 Prozent der Bundesbürger halten Forschung zu digitalen Medizinprodukten für wichtig / Wanka: "Wir wollen Technik stärker auf Patienten ausrichten"

84 Prozent der Bundesbürger halten die Forschung zu digitalen Medizinprodukten für wichtig oder sehr wichtig. 90 Prozent könnten sich sogar vorstellen, sich bei einer schwerwiegenden Erkrankung ein digitales Implantat einsetzen zu lassen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor, die das Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durchgeführt hat. Das BMBF fördert die Gesundheitsforschung und startet heute zwei neue Innovationscluster, in denen intelligente Prothesen und Orthesen (äußeres Hilfsmittel zur Unterstützung des Körpers) sowie neue interaktive Mikroimplantate erforscht werden.

Verliert unser Gehirn Nervenzellen, kann es diesen Verlust selbst kaum kompensieren. Wissenschaftler und Ärzte hoffen daher, mit transplantierten Nervenzellen Schäden durch Verletzungen oder Krankheiten auszugleichen. Inwieweit sich die neuen Zellen in ein bestehendes Nervennetzwerk integrieren und dessen Aufgaben übernehmen können, ist jedoch unklar. Nun zeigen Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität München, des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie und des Helmholtz Zentrums München in Mäusen, dass transplantierte embryonale Nervenzellen zu gleichwertigen Mitgliedern eines bestehenden Nervennetzwerks heranwachsen und die Aufgaben ihrer neuen Position vollständig übernehmen.

Prinzipieller Aufbau der ultraschallbasierten Energieversorgung und Kommunikation. © Fraunhofer IBMTWissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Biomedizinische Technik IBMT in Sulzbach (Saarland) haben einen Demonstrator entwickelt, der aktive Implantate drahtlos via Ultraschall mit Energie versorgt. Die Technologie ist eine Alternative zur Energieversorgung mit Batterie und Induktion. Sie kommt platzsparend ohne integrierte Batterien aus und ist effizienter als eine induktive Energieübertragung: Ultraschallwellen dringen leichter durch das Metallgehäuse der Implantate als elektromagnetische Wellen – die Reichweite im Körper ist größer. Die Ultraschallwellen können auch Informationen bidirektional übertragen – zum Beispiel die Temperatur des Implantats oder Angaben zur Art und Stärke der elektrischen Stimulation.

Julia Görtz hat uns gebeten, ihr zu helfen, Teilnehmer für ihre Studie zu finden. Die Studie befasst sich mit dem Vergleich des Richtungshörens bei Normalhörenden
und bei bilateral versorgten Cochlea-Implantat-Trägern in Ruhe und im Störlärm.
Ziel ist es, herauszufinden, inwiefern das Cochlea-Implantat das Ohr und die für das Richtungshören wichtige Ohrmuschel ersetzen kann. Wie gut ist das Richtungshören bei CITrägern und lässt sich im Verlauf der Studie schon ein Trainingseffekt erkennen?
Die Untersuchungszeit wird insgesamt etwa 60 Minuten einnehmen. In dieser Zeit wird mit Ihnen eine ausführliche Diagnostik zum Richtungshören in Ruhe und im Störlärm durchgeführt.
Außerdem gibt es einen Teil, in dem Ihnen beide Ohren zur Verfügung stehen und einen Teil, in dem ihr persönlich für schlechter empfundenes Ohr „abgeschaltet“ wird. Im Allgemeinen wird an Ihrem Cochlea-Implantat für die Untersuchung keine Veränderung vorgenommen.
Aufklärung und Studieninformation als PDF File >>>

Titel der Studie: Richtungshören bilateral versorgter Cochlea-Implantat-Träger
Organisation: Klinische Linguistik, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaften
Projektleiter: Prof. Dr. Martina Hielscher Fastabend
(Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! / 0521 106-5324)
Dr. rer. nat. Thomas Hermann
(Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! / 0521 106-12140)
Untersucher: Julia Kathrin Görtz

(v.l.n.r.): Professor Dr. Götz Schade, Professor Dr. Peter Kummer und Professor Dr. Dirk Mürbe diskutierten und informierten über die Erkennung frühkindlicher Hörstörungen.Die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie e.V. (DGPP) am Universitätsklinikum Regensburg (UKR) beschäftigt sich im Schwerpunkt mit frühkindlichen Hörstörungen und deren Heilungschancen.
Ein Baby reagiert auf die Stimme seiner Mutter. Für die meisten völlig normal. Für Claudia H. (Name geändert) ist es aber immer noch etwas Besonderes, dass ihr kleiner Lukas (Name geändert) sie ansieht und reagiert, wenn sie seinen Namen sagt.
Als Claudia schwanger wurde, stellte man im ersten Schwangerschaftsdrittel fest, dass sie sich mit dem humanen Cytomegalievirus (CMV) infiziert hatte. Wie mehr als die Hälfte aller jungen Mütter hatte auch Claudia vor ihrer Schwangerschaft noch keine CMV-Infektion durchlebt und deshalb keine Antikörper dagegen entwickelt. Drei aufeinanderfolgende Infusionen mit einem Antikörper-Serum sollten nun die Infektion bekämpfen und die Übertragung des Virus auf das ungeborene Kind verhindern, denn eine pränatale Ansteckung kann schwere Folgen für das Kind haben:

Grafik: Universität MagdeburgNeurowissenschaftliche Studie führt zu neuen Ansätzen beim Spracherwerb

Unser Gehirn ist in der Lage, fehlende äußere Belohnung durch ein inneres Signal zu simulieren und so das Erlernen neuer Informationen selbstgesteuert zu verstärken. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Team von Psychologen und Neurowissenschaftlern der Universitäten Magdeburg und Barcelona, Spanien. Die Ergebnisse wurden soeben in eLife, einer renommierten Fachzeitschrift für Lebenswissenschaften, veröffentlicht.

"Soziale Innovationen“ gelten als die neue Antwort auf drängende gesellschaftliche Probleme unserer Zeit. Mit neuen Ideen und in neuen Organisations- und Kooperations¬formen können sie zu einer integrativen, nachhaltigen und intelligenten Wirtschaft beitragen. Welche Akteure hier mitspielen, welche Rollen und Funktionen sie im sozialen Innovationsgeschehen einnehmen, hat das Institut Arbeit und Technik (IAT / Westfälische Hochschule) im Rahmen des EU-Projektes SI-Drive untersucht.

Die JHV 2016des CIV NRW e.V._5Selbsthilfegruppen sind für junge und alte Menschen von großer Bedeutung. Sie können manchmal sogar wichtiger sein als Ärzte und Psychologen. Dieser Meinung ist nahezu jeder zweite Deutsche (47 Prozent), so das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der DAK-Gesundheit. Dafür hat das Forsa-Institut mehr als 1.000 Menschen in Deutschland befragt. Besonders wichtig ist der Austausch bei Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen, aber auch bei lebensbedrohlichen Krankheiten wie Krebs.

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