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Die CIV NRW News online
Die CIV NRW News ist die Verbandszeitschrift des Cochlea Implantat Verband NRW e.V. -
gemeinnütziger Selbshilfeverband in der DCIG e.V.

Mithilfe von Elektroden kann Prof. Dr. Sarah Verhulst bei einer Testperson Hirnstammpotenziale messenOldenburg. EU-Spitzenförderung für eine junge Oldenburger Hörforscherin: Prof. Dr. Sarah Verhulst, Juniorprofessorin im Exzellenzcluster „Hearing4all“, erhält einen mit 1,5 Millionen Euro dotierten „Starting Grant“ des Europäischen Forschungsrats (ERC). Mit einer vergrößerten Arbeitsgruppe möchte Verhulst in den kommenden fünf Jahren eine Diagnose und Therapie auch für solche Hörschäden entwickeln, die durch Lärm hervorgerufen und bei bisherigen Hörtests nicht erkannt werden.

(Bild: Mithilfe von Elektroden kann Prof. Dr. Sarah Verhulst bei einer Testperson Hirnstammpotenziale messen, die als Antwort auf Schallwellen auftreten. Die Ergebnisse helfen ihr, eine besonders genaue Diagnose der Hörstörung zu stellen.)

Beispiele Virtuelle Begleitung Foto: Hochschule Rhein-Waal/Projekt MobileProjekt Mobile informiert Verkehrsbetriebe auf der Fachmesse und Kongress „new mobility“ in Leipzig

Kleve/Kamp-Lintfort, 12. April 2016: Aus Sicht der Verkehrsbetriebe stellen sich Fragen zur Barrierefreiheit aufgrund einer Novellierung des Personenbeförderungsgesetzt (PBefG). Das verlangt in §8 III Nr.3 PBefG für die Belange der in ihrer Mobilität oder sensorisch eingeschränkten Menschen für die Nutzung des ÖPNV bis zum 1. Januar 2022 eine „vollständige Barrierefreiheit“ zu erreichen. Offene Fragen wie: „Wann kommt mein Bus? Hat er Verspätung? Sitze ich in der richtigen Bahn? Wo kann ich umsteigen, ohne Treppen steigen zu müssen? Wann muss ich eigentlich aussteigen? Wie komme ich weiter, ohne lesen zu können?“ könnten bald beantwortet werden.

MHH-Forscher belegen Zusammenspiel von Sinnen und Kognition

Angeborene Gehörlosigkeit führt zu Anpassungen von kognitiven Funktionen und fordert eine individualisierte Therapie / Veröffentlichung in „Lancet Neurology“

Die Frage der Beziehung zwischen Sinnes-Erfahrungen und kognitiven Fähigkeiten ist so alt wie die Philosophie. Dynamik bekommt diese Diskussion nun durch neueste Forschungsergebnisse aus der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Ausgangspunkt war die Tatsache, dass durch die Versorgung von gehörlosen Kindern mit Innenohrprothesen (Cochlea-Implantaten) ein Hördefizit zwar kompensiert werden kann, aber fast ein Drittel der Kinder erreicht trotz früher Versorgung nicht die Erwartungen der Kliniker hinsichtlich ihres Erwerbs an Sprachverständnis.
Hörverlust in der Kindheit hat auch nicht-auditive Konsequenzen

Neue Studie zum Wohlbefinden am Ende des Lebens von Wissenschaftlern der Humboldt-Universität zu Berlin zusammen mit einem internationalen Team veröffentlicht

In den letzten Jahren vor dem Tod nimmt das Wohlbefinden häufig stark ab. Doch wer mit mehr sozialen Werten in die letzte Phase des Lebens geht und auch bei einem schlechten Gesundheitszustand sozial aktiv bleibt, dem geht es besser, besagt eine neue Studie. Häufig beginnt das Wohlbefinden von Menschen bereits einige Jahre vor ihrem Tod rapide abzunehmen. Warum hierbei jedoch große Unterschiede zwischen den Betroffenen bestehen, ist bislang wissenschaftlich nicht genau geklärt. Dass der Gesundheitszustand für das Wohlbefinden gerade am Ende des Lebens zentral ist, ist offensichtlich.

Eine RUB-Studie zeigt: In vielen Ländern der Welt werden Neugeborene nicht oder nur unzureichend auf Hörstörungen gescreent. Dabei hängt der Erfolg einer Behandlung von einer frühen Diagnose ab. Bleibt diese aus, hat das weitreichende negative Auswirkungen auf das Leben der Kinder. Darauf machen die Wissenschaftler zum Welttag des Hörens am 3. März 2016 aufmerksam.

Untersuchung direkt nach der Geburt

Die Studie von Prof. Dr. Katrin Neumann zeigt, dass gerade in Entwicklungsländern Nachholbedarf besteht, was die Diagnose und Behandlung von Hörstörungen angeht. Die Medizinerin leitet die Phoniatrie und Pädaudiologie des St. Elisabeth-Hospitals in Bochum. Ihr Ziel ist eine weltweite Standardisierung von Hörtest für Neugeborene.

Wissenschaftler sammeln Daten aus über 151 Ländern

Forscherteam nutzt Tinnitus-App für neue Studie

Der aktuelle Gefühlszustand hat Einfluss auf das Belastungsempfinden von Tinnitus-Patienten. Dies hat jetzt ein Forscherteam der Universitäten Regensburg, Ulm und Witten/Herdecke nachgewiesen. Bislang war lediglich bekannt, dass Stress mit Tinnitus zusammenhängt. Für ihre neuen Untersuchungen nutzten die Wissenschaftler die Smartphone-App „TrackYourTinnitus“ (www.trackyourtinnitus.org). Die Ergebnisse ihrer Studie wurden in der renommierten Fachzeitschrift „Scientific Reports“ veröffentlicht (DOI: 10.1038/srep20382).

Vor Kurzem wurde in den USA ein neuartiges Hörsystem zur Vermarktung zugelassen, welches das Trommelfell mit einer Laserdiode in Schwingungen versetzt und damit für eine besonders gute Hörleistung sorgt.

Dafür befindet sich im Gerät eine Membran, die nur durch eine Ölphase getrennt auf dem Trommelfell aufliegt. Genauer gesagt auf dem Umbo, einer Einsenkung des Trommelfells, die gegenüber den drei Gehörknöchelchen liegt, die für den Schalltransport zum Innenohr zuständig sind. Die Steuerung der Schwingungen erfolgt über Lichtsignale, die von einer Laser-Diode am äußeren Teil des Hörsystems stammen.

Gutes Hören und geistige Fitness im Alter gehen Hand in Hand. Diese Feststellung wird von einer aktuellen australischen Untersuchung untermauert, die dem Zusammenhang zwischen Hörschwächen und kognitiven Fähigkeiten in mehreren aktuellen Studien nachgeht. Zu den kognitiven Fähigkeiten zählen unter anderem Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Erinnerung, Orientierung und Kreativität. Die Ergebnisse zeigen eindeutig: Wer seine Hörschwäche mit Hörgeräten ausgleicht, kann dadurch nicht nur besser hören, sondern steigert auch seine Denkleistung.

5. Bielefelder Hörtag_10Die Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) hat neue Zahlen zum Hörvermögen der Deutschen veröffentlicht. Auf ihrer Hörtour von März bis November letzten Jahres durch 321 deutsche Städte wurde das Gehör von 25.862 interessierten Teilnehmern aller Altersgruppen getestet.

Die Ergebnisse der FGH zeigen: Hörprobleme gibt es in jedem Alter.

Messungen im Biomagnetischen ZentrumChristian Dobel ist neuer Professor für Experimentelle Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum Jena

Ein Psychologe in der HNO? Das sei durchaus naheliegend, erklärt Christian Dobel, der seit diesem Wintersemester die Professur für Experimentelle Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum Jena innehat. „Denn viele Details der psychologischen Verarbeitung von Reizen, die wir insbesondere über das Gehör aufnehmen, sind noch nicht verstanden“, so der Psychologe.

Bild:Messungen im Biomagnetischen Zentrum des Uniklinikums Jena sind eine wichtige Methode in Christian Dobels (r.) Forschung, der die neue Professur für Experimentelle HNO-Wissenschaft innehat.

Zeichnung TU BerlinSchwerhörigkeit ist ein weltweites medizinisches Problem. Etwa 500 Mio. Menschen weltweit haben einen Hörverlust von mindestens 35 dB BEHL (best-ear hearing loss). Der Anteil der Menschen, die von Schwerhörigkeit in fortgeschrittenem Alter betroffen sind, ist hoch: mit 60 bzw. 70 Jahren ist jeder 5. bzw. jeder 3. mit >35 dB BEHL erheblich in seiner Kommunikationsfähigkeit eingeschränkt (Stevens et al., Eur. J. Public Health 23, 2013). In der Regel stellen konventionelle Hörgeräte, die den ankommenden Schall verstärken und ins Ohr übertragen, die einzige Therapiemöglichkeit dar. Herkömmliche Hörgeräte stoßen oft aufgrund von Rückkopplungs- und Verzerrungseffekten oder mangelnder Leistung an ihre Grenzen, verursacht durch das relativ schlechte

Oldenburger Hörforscher ergründet Hörsystem von Heuschrecken
Nachts, wenn es ruhig ist, wirkt das Martinshorn eines Krankenwagens wie eine akustische Erschütterung. Am Tag, an einer verkehrsumtosten Straße, ist dasselbe Martinshorn lediglich eine Geräuschquelle unter vielen. „Adaptation“ nennen Forscher den Mechanismus, mit dem sich das Sinnessystem sowohl von Menschen als auch von Tieren an die Umgebung anpasst. Der Oldenburger Hörforscher Prof. Dr. Jannis Hildebrandt hat sich dem Phänomen gewidmet – und Neues über das Hörsystem von Grashüpfern herausgefunden. Seine in "PLOS Biology" publizierte Studie zeigt: Das Gehör von Grashüpfern justiert sich immer wieder neu, um die Gesänge der Artgenossen in verschiedenen Lärmwelten gut hören zu können.

Dr. Judith Mylius, Leibniz-Institut für NeurobiologieHörprozesse im Hirn
Die Nachwuchspreise 2015 der Leibniz-Gemeinschaft gehen an einen Wirtschaftswissenschaftler aus Kiel und eine Hirnforscherin aus Magdeburg

Auf ihrer Jahrestagung in Berlin hat die Leibniz-Gemeinschaft die herausragenden Doktorarbeiten des Wirtschaftswissenschaftlers Tobias Stöhr aus Kiel und der Neurobiologin Judith Mylius aus Magdeburg mit ihrem Nachwuchspreis ausgezeichnet. Die Arbeiten beschäftigen sich mit sozialen und wirtschaftlichen Aspekten der internationalen Arbeitsmigration und dem Ablauf verschiedener Prozesse im Gehirn beim Hören.

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