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Blindheit Sehbehinderung Elektrostimulation Im Rahmen von Horizon 2020 untersuchen Forschende aus sieben europäischen Institutionen, wie sich das Sehvermögen von blinden Menschen durch elektrische Gehirnstimulationen aktivieren lässt. Das Projekt wird von Universität Zürich koordiniert und mit 4 Millionen Euro von der Europäischen Union unterstützt.
Das Forscherteam will eine Neuroprothese für blinde Menschen mit Tausenden von Elektroden konstruieren.
Nur Projekte mit wissenschaftlicher Exzellenz, die disziplinübergreifend innovative und vielversprechende Forschungsfelder umfassen, neue industrielle Impulse liefern und gesellschaftlich relevant sind, erhalten Gelder aus dem Forschungstopf der Europäischen Union. All diese Kriterien erfüllt das internationale Projekt "Neural Active Visual Prosthetics for Restoring Function", das einen EU-Forschungsrahmenkredit über 4 Millionen Euro für vier Jahre erhält.

Foto: skizzenhafte Darstellung der Funktion der Neuroprothese; Copyright: Chen & Roelfsema, KNAW

Prof. Dr. Tobias Moser, Direktor Institut für Auditorische Neurowissenschaften der UMG, und Sprecher ... Moser / privatErstmals Einsatz von vielkanaligen Cochlea-Implantaten mit Mikro-Leuchtdioden
Meilenstein in der Hörforschung: Forscher*innen der Universitätsmedizin Göttingen sowie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg kombinieren erstmals die Gentherapie in der Hörschnecke mit optischen Cochlea-Implantaten zur optogenetischen Anregung der Hörbahn in Wüstenrennmäusen. Veröffentlicht in EMBO Molecular Medicine.
Herkömmliche Hörprothesen, sog. Cochlea-Implantate (CI), regen den Hörnerv hochgradig schwerhöriger oder tauber Menschen mittels elektrischen Stroms an. Die Qualität dieses künstlichen Hörens ist jedoch weit entfernt von der Qualität natürlichen Hörens.

Bild: Prof. Dr. Tobias Moser, Direktor Institut für Auditorische Neurowissenschaften der UMG, Moser / privat

Gekoppelte Haarsinneszellen: (links) Fluoreszenzmikroskopische Aufnahme eines Zellverbands; (rechts) Zellverband von drei gekoppelten inneren Haarsinneszellen  Links: Institut für Auditorische Neurowissenschaften / UMG; rechts: Quelle: Jean et al., Nat Commun, 2020; Suppl. PartGekoppelte Haarsinneszellen im Innenohr
Beim Hören empfangen die Haarsinneszellen in der Hörschnecke des Innenohrs Schallsignale bestimmter Tonhöhe und wandeln diese zur Weiterleitung in das Gehirn um. Erstmals zeigen Wissenschaftler*innen des Göttingen Campus, des Exzellenzclusters „Multiscale Bioimaging“ und des University College London: Haarsinneszellen gehen untereinander Verbindungen ein und erhöhen so vermutlich die Empfindlichkeit des Hörsinns für leisen Schall und die Zuverlässigkeit der Signalübertragung. Veröffentlicht in Nature Communications.

Bild: Gekoppelte Haarsinneszellen: (links) Fluoreszenzmikroskopische Aufnahme eines Zellverbands; (rechts) Zellverband von drei gekoppelten inneren Haarsinneszellen Links: Institut für Auditorische Neurowissenschaften / UMG; rechts: Quelle: Jean et al., Nat Commun, 2020; Suppl. Part

Neue Ausgabe des Forschungsmagazins der Leibniz Universität Hannover ist erschienen
Schwerhörigkeit ist in Deutschland eine Volkskrankheit. Mehr als 15 Millionen Menschen sind betroffen, den größten Anteil machen Lärmschwerhörigkeit und Schwerhörigkeit im Alter aus. Betroffene fühlen sich oftmals isoliert und leiden häufiger an Depressionen oder Schlaflosigkeit. Der interdisziplinäre Exzellenzcluster Hearing4all – die Zukunft des Hörens – hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst allen Menschen zu helfen, die schwer oder gar nicht hören. Dafür arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Leibniz Universität Hannover sowie der Medizinischen Hochschule Hannover unter Federführung der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg eng zusammen. Das aktuelle Unimagazin „Hearing4all: Exzellente Hörforschung“ der Leibniz Universität Hannover liefert einen Überblick über die Aktivitäten der beteiligten Forscherinnen und Forscher.
Magazin hier>>>

Leibniz Universität Hannover
Ich bin taub - sprich mit mirDeutsche Forschungsgemeinschaft fördert UKE-Wissenschaftlerin mit knapp einer Million Euro
Wie beeinflussen unsere Erwartungen, wie wir Gesichter wahrnehmen und Sprache verstehen? Mit dieser komplexen Frage beschäftigt sich ein Wissenschaftlerteam um Dr. Helen Blank aus dem Institut für Systemische Neurowissenschaften des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Gruppe im Rahmen des Emmy Noether-Programms in den kommenden drei Jahren mit 943.000 Euro und hat eine Anschlussförderung von 786.000 Euro für die folgenden drei Jahre in Aussicht gestellt. Foto: CIV NRW, Peter Hölterhoff

Prof. Dr. Kerstin Bilda führt bis zum 29. Mai 2020 eine bundesweite Umfrage zum Thema ‚Teletherapie ... Volker WiciokDas Institut für angewandte Gesundheitsforschung der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) führt aktuell unter der Leitung von Prof. Dr. Kerstin Bilda, Vizepräsidentin für Forschung an der hsg Bochum und Logopädie-Professorin, eine bundesweite Umfrage zum Thema ‚Teletherapie in der Logopädie‘ durch.
„In der Covid-19-Pandemie haben sehr viele Logopäd*innen, die von jetzt auf gleich ihre Therapien nicht mehr in der Praxis anbieten konnten, auf digitale Angebote umgestellt. Welche Herausforderungen Logopäd*innen dabei zu bewältigen hatten und wie genau sie die Therapieinhalte in Teletherapie umgesetzt haben, möchten wir uns genauer ansehen“, erklärte Kerstin Bilda.

Bild: Prof. Dr. Kerstin Bilda führt bis zum 29. Mai 2020 eine bundesweite Umfrage zum Thema ‚Teletherapie - Volker Wiciok

Bilder vom Fotoworkshop des CIV NRW e.V. - Teil 3_20Wenn im Alter das Gehör nachlässt, steigt das Risiko für Demenzerkrankungen und kognitiven Verfall. Warum das so ist, war bisher unklar. Ein Team aus der Neurowissenschaft der Ruhr-Universität Bochum (RUB) hat nun mit Untersuchungen an Mäusen herausgefunden, was im Gehirn passiert, wenn das Hörvermögen nach und nach schlechter wird: Hirnbereiche werden umorganisiert, worunter das Gedächtnis leidet. Die Ergebnisse sind in der Zeitschrift „Cerebral Cortex“ vom 20. März 2020 online veröffentlicht.
An der Studie haben Daniela Beckmann, Mirko Feldmann, Olena Shchyglo und Prof. Dr. Denise Manahan-Vaughan aus der Abteilung für Neurophysiologie gemeinsam gearbeitet.

© Universität Siegen, Tim zum Hoff, Designvision der tragbaren Hörhilfe im Projekt mEEGaHStim.Den meisten Menschen fällt es nicht leicht, sich in einer belebten Umgebung auf eine spezifische Stimme zu konzentrieren. Besonders schwierig ist dies für Schwerhörige. Ein neuartiges Konzept für Hörhilfen, entwickelt unter Beteiligung von Fraunhofer-Forscherinnen und -Forschern, soll künftig die Sprachverständlichkeit in komplexen Situationen verbessern und es erleichtern, einem einzelnen Sprecher zu folgen.

Bild: © Universität Siegen, Tim zum Hoff - Designvision der tragbaren Hörhilfe im Projekt mEEGaHStim.

Für Menschen mit sehr persönlichen chronischen Erkrankungen und Einschränkungen muss viel mehr getan werden - dieser Meinung sind 88 Prozent der Deutschen. Auch für Querschnittsgelähmte und andere Menschen mit dauerhaften körperlichen Einschränkungen muss nach Ansicht von 94 Prozent der Bundesbürger mehr passieren. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 1.000 Deutschen.
Wer Kollegen hat, die unter chronischen Erkrankungen leiden, schätzt die Lage besonders dringend ein. 90 Prozent dieser Gruppe sehen "sehr viel" oder "viel" Handlungsbedarf.

Bilder vom Fotoworkshop des CIV NRW e.V. - Teil 3_24Eine Fremdsprache ohne Akzent zu sprechen, könnte dank Mundsensoren bald einfacher sein. Wissenschaftler der TU Dresden wollen in den nächsten drei Jahren im Projekt „ADAMA - Akzentverbesserung durch Aussprachetraining mit artikulatorischer Rückmeldung“ ein neuartiges System für computergestützte Aussprachetrainings entwickeln.
Diese Pressemeldung der Technischen Universität Dresden regte den CIV NRW zu der Überlegung an, ob so ein System auch für Cochlea Implantat Versorgte anwendbar wäre. Gerade vor dem Spracherwerb Ertaubte und später mit Cochlea Implantat (CI) versorgte Personen haben es schwer, eine korrekte Aussprache zu erlernen.
Die Redaktion der CIV NRW News nahm daher mit dem Projektmitarbeiter, Alexander Wilbrandt Kontakt auf und sprach mit ihm über dieses Thema.

Die Übungs-App kann auf einem Smartphone oder Tablet betrieben werden oder stationär in Kombination mit einer 3D-Brille.  Ulrik Kowalk/ Jade HSKinder mit einem gestörten räumlichen Ortungsvermögen im Klassenraum zu unterstützen, ist Ziel eines akutellen Forschungsprojektes an der Jade Hochschule. In dem Projekt „Binaurales Hören in der realen und virtuellen Welt zur Verbesserung der Hör-Erfahrung von Schulkindern (ViWer-S)“ entwickeln die Wissenschaftler technische Hilfen, welche das Hörverstehen verbessern sowie die räumliche Zuordnung einzelner Geräusche erleichtern. Des Weiteren wird ein Programm aufgebaut, das Kindern hilft, diese Fähigkeiten zu trainieren.

Bild: Die Übungs-App kann auf einem Smartphone oder Tablet betrieben werden oder stationär in Kombination mit einer 3D-Brille. Ulrik Kowalk/ Jade HS

Forschungsprojekt zum Spracherwerb bei Kindern: Bildhafte Gesten für die Sprachförderung
Vielen Fünfzehnjährigen fällt das Lesen schwer – das haben zuletzt die Ergebnisse der PISA-Studie gezeigt. Auch mangelnde Deutschkenntnisse spielen eine Rolle. Klar ist: Eine frühe Sprachförderung wird zunehmend wichtiger. Welchen Beitrag bildhafte Gesten leisten können, untersucht Dr. Carina Lüke von der Uni Paderborn. Die Sprachwissenschaftlerin leitet das Vorhaben „IkoGeWo (Ikonische Gesten als Methode zur effektiven Vermittlung unbekannter Wörter in inklusiven Settings)“, das bis 2021 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund 336.000 Euro gefördert wird.
Tinitus - Bohrer-Bltz, Foto: Peter HölterhoffHörgeräte verdreifachen den Therapieerfolg der Heidelberger Neuro-Musiktherapie
Seit über 10 Jahren wird die Neuro-Musiktherapie bei Tinnitus angeboten.
Dieses Konzept erreicht bei ca. 75% der bislang rund 1.000 behandelten Patienten eine bis zu 5 Jahre nach Ende der Therapie stabile und klinisch relevante Reduktion der Tinnitussymptomatik.
Bei rund 25% ist keine Verbesserung erreicht worden – eine mögliche Ursache könnte eine unbehandelte Schwerhörigkeit sein.
Analysen haben gezeigt, dass derzeit lediglich rund 15% der Patienten mit einem Hörgerät versorgt sind, obwohl bei rund zwei Dritteln aller Tinnitusbetroffenen eine Schwerhörigkeit vorliegt.

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